Buch Dirk Rossmann: ...dann bin ich auf den Baum geklettertMeine Tochter Celine hat mir zu Weihnachten die Biografie von Dirk Rossmann >>… dann bin ich auf den Baum geklettert!<< geschenkt. Definitiv ein Buch, eine Biografie, die mich gefesselt hat. Die Konsequenz: das Buch hatte ich in 2 Tagen durchgearbeitet. Ich liebe und hasse Biographien. Ich liebe sie, weil man so unendlich viel von anderen Menschen lernen kann und ich hasse sie, weil sie meist so unendlich lang und detailverliebt sind. Das Buch von Dirk Rossmann war allerdings eine reine Liebe! Kurz gehalten (nur 239 Seiten stark), klasse geschrieben (so dass man wirklich nicht mehr aufhören mag darin zu lesen) und ehrlich (mit allen Höhen, aber auch Tiefen aus seinem Leben).

Hier meine 4 wichtigsten Erkenntnisse aus dem Buch:

Fokussiere dich!

Die Drogerie von Dirk Rossmann stand einmal kurz vor dem Konkurs. Warum? Es fehlte der Fokus! Es gab zu viele Parallelkriegsschauplätze:

  • Expansion in die neuen Bundesländer
  • Expansion in osteuropäische Länder (in denen seine Managementphilosophie nicht verstanden wurde)
  • viele parallele Gerichtsprozesse mit der Kosmetikindustrie
  • er hat mit geliehenem Geld an der Börse gezockt und sich dabei verzockt.

Die Konsequenz daraus war nicht nur der Beinahe-Konkurs, sondern auch noch eine ruinierte Gesundheit! Erst als er alle Aktienthemen weg geschoben, die Gerichtsprozesse beendet und sich wieder auf das Kernthema Drogerie fokussiert hat, kam die Wende.

Wie häufig machen wir im Leben zu viele Kriegsschauplätze parallel auf! Auch ich!

 

Es gibt keinen schnellen Weg zum Reichtum

Wie oben schon beschrieben, hat Dirk Rossmann mit geliehenem Geld an der Börse gezockt und sich am Ende verzockt. Auch mich hat es 2018 mit einigen Hebelprodukten auf den DAX an der Börse etwas durchgeschüttelt. Die Geschichte von Dirk Rossmann hat mich noch einmal an zwei wichtige Grundregeln der Geldanlage erinnert:

  1. Zocke nur mit eigenem Geld (niemals mit geliehenem)!
  2. Zocke nur mit einem kleinen, überschaubaren Teil deines Vermögens!

 

Streiche das Wort „…man…“ aus deinem Vokabular

Dirk Rossmann ist ein sehr sozial engagierter Mensch, jemand der bereits seit seiner Jugend gerne und viel Literatur aufsaugt und er ist jemand, der sich sehr stark mit dem Thema Psychologie auseinandergesetzt hat. Auf Seite 116 beschreibt er, dass in „… dreißig Jahren über 500 Mitarbeiter des mittleren und oberen Managements psychologisch in sogenannten Jahresgruppen gefördert …“ wurden. Dazu noch ein interessantes Zitat von dieser Seite: „… Es ist gar nicht so einfach und für viele nicht selbstverständlich, von sich selbst in Ich-Form zu reden, viele nutzen unbewusst das Wort >>man<<. Aber es macht einen Riesenunterschied aus, weil ich mich mit einem >>man<< von meinem Tun distanziere.

Ich gebe zu, dass ich schon seit Jahren versuche, das Wort „man“ aus meinem Wortschatz zu verbannen, aber 100% gelungen ist mir das noch nicht. Sind Sie ein „ich“ oder ein „man“ Typ?

 

Er hat kein Smartphone

Auf der Seite 223 beschreibt Dirk Rossmann seine Audienz beim Papst und dabei kommt er auch noch einmal auf die Aussage, dass er kein Smartphone, sondern lediglich ein einfaches Mobiltelefon hat. „… Wer wie ich kein Smartphone besitzt, der gehört heutzutage einer besonderen Spezies an, die nicht, wie die meisten Menschen, in jeder Sekunde, die sie alleine sind, mit dem Handy beschäftigt sind. Ich telefoniere nicht, checke keine E-Mails, lese keine Nachrichten auf dem Handy, chatte mit niemanden. Nein, ich sitze dort im Restaurant und warte. …

Ich will an dieser Stelle das Smartphone nicht verteufeln und ich möchte mein iPhone auch nicht missen, aber: Wie viel Zeit verdaddeln wir einfach nur so und ich möchte an dieser Stelle auch mal eine provokative These wagen: „Je mehr Zeit Menschen am Smartphone daddeln, je weniger erfolgreich sind sie!

Wie steht es um Ihre Smartphone-Sucht? Wann haben Sie das letzte Mal, eine App gelöscht oder sich bewusst einfach mal gelangweilt oder nachgedacht, ohne zum Gerät zu greifen.

 

Lieber Herr Rossmann, danke für das Buch >>… dann bin ich auf den Baum geklettert!<<. Das war ein klasse Lesestart ins neue Jahr 2019!

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